Dienstag, 27. Oktober 2015

Sew a Smile | Nähen für einen guten Zweck

Vor einigen Wochen bin ich auf die Aktion "Sew a Smile" aufmerksam geworden, bei der Turnbeutel für Flüchtlinge genäht werden. Die Idee dahinter ist es, wie der Name schon sagt, den Flüchtingen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Seinen Ursprung hatte die Hilfsaktion in München, wobei hier als erstes Ziel 300 Beutel gefüllt mit Hygieneartikeln abgegeben wurden. Neben der Hauptgruppe haben sich auf Facebook viele regionale Gruppen gebildet, die direkt vor Ort helfen wollen. Und neben den "smile bags" werden inwischen auch "smile beanies" genäht. Aktuell haben über 2.000 Mitglieder der "Sew a Smile" Gruppe auf Facebook schon mehr als 4.000 "smile bags" für den guten Zweck genäht.

Und auch ich habe mitgemacht. In unserer Gruppe für die Region Nürnberg/Fürth hatten wir es uns zum Ziel gemacht, 200 Beutel für die Flüchtlingshilfe in Obermichelbach zu nähen. Unseren ursprünglichen Termin konnten wir leider nicht ganz einhalten, aber vergangene Woche wurden schließlich 201 zum größten Teil befüllte Beutel übergeben. Ich selbst habe dafür 19 Beutel genäht, für die ich mich recht genau an die Anleitung gehalten habe. Nur den Boden habe ich nicht so breit gemacht.

Ich habe dabei versucht möglichst neutrale Stoffe zu nehmen. Einige Meter Stoff vom Möbelschweden hatte ich noch Zuhause, einiges hatte ich noch eingekauft. Einen Teil Kordel hatte ich im Baumarkt gekauft. Die auf den Bildern zu sehende neongrüne Kordel ist eine Spende von alles für selbermacher - Herzlichen Dank an Nadine Masuhr! - (die sich übrigens, soweit ich das mitverfolgen konnte, mit überaus großzügigen Kordel- und Stoffspenden sehr für die Aktion engagiert haben).
Entstanden sind 7 Beutel für Frauen:


6 Beutel für Männer:
Die Erwachsenenbeutel wurden alle mit Hygieneartikeln befüllt. Jeweils mit Shampoo, Duschgel, Zahnbürste, Zahnpasta und einem Kamm.

Die 6 genähten kleineren Beutel für Kinder habe ich alle mit Stiften, Malblöcken, Bastelsets, Plüschtieren und anderen Spielsachen befüllt. (Ein Bild der Füllungen zu machen, habe ich dabei verschlafen.)

Um die Leiterin unserer Facebook-Gruppe zu unterstützen habe ich von einigen fleißigen Näherinnen noch 102 weitere Beutel aus Nürnberg/Fürth und Umgebung eingesammelt. Ein Großteil dieser Beutel war allerdings noch unbefüllt. Einige Kinderbeutel konnte ich dann noch aus eigener Tasche befüllen.

Die hier zu sehenden Kinderbeutel haben wir übrigens einer Stoff- und Kordelspende von Gerda vom Stoffladen "Nähfieber" zu verdanken. Einige Beutel wurden sogar von Gerda und von den Kunden aus ihrem Laden genäht.

Mit Hilfe von Sach- und Geld-Spenden konnte ich schließlich auch alle anderen Beutel mit Hygieneartikeln für die Großen und Spielzeug für die Kleinen befüllen.


Alles in kleinere Kisten und Tüten verpackt (die man eben noch so tragen konnte) haben der Herzmann und ich die 121 gefüllten "smile bags" dann zu Gruppenleiterin gebracht. Ich bin sehr froh, dass ich auf diese Aktion aufmerksam geworden bin und ein Teil davon sein konnte. Abgesehen vom Nähen und Befüllen "meiner Beutel" war das Koordinieren und Einsammeln und Befüllen der restlichen Beutel ziemlich zeitaufwendig, weshalb ich im Moment sehr erleichtert bin, dass wir unser Ziel der 200 Beutel für Obermichelbach erreicht haben und mich darauf freue, mich wieder anderen Projekten widmen zu können.
(Verlinkt über Creadienstag)

1 Kommentar :

  1. Wow, da hast du dir echt richtig viel Mühe gemacht und es ist einfach wundervoll. Ich dende du hast damit viele Menschen glücklich gemacht :)

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